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Unsere Geburtsreise Teil 1

19/01/2022 21:47:13

Unsere Geburtsreise Teil 1
– die Schwangerschaft

Während ich diesen Text schreibe frage ich mich direkt als erstes:
Wann genau startet & endet eigentlich eine Geburtsreise?
Ich gebe diese Frage in meine Suchmaschine ein & finde…nichts.
Es scheint sich wohl niemand außer mir diese Frage jemals gestellt zu haben?!

Heute bekommst du also meine Geburtsreise nach meiner persönlichen Definition:

Unsere Reise begann mit dem positiven Schwangerschaftstest

Für mich beginnt eine Geburtsreise ab dem Zeitpunkt, an dem ich mir als werdende Mama
das erste Mal Gedanken zur Schwangerschaft und Geburt meines Babys mache.

Und tatsächlich war das bei uns der 2.Strich auf dem Test.


„Warum habt ihr euch nicht schon in der Planungsphase Gedanken gemacht“,
fragst du dich jetzt vielleicht. Tja, ich sage dir mal so viel:
Unser Sohn war von Anfang an sehr Willkommen in unserer Mitte,
wenn auch nicht direkt geplant. Ich werde mich wahrscheinlich für den Rest
meines Lebens an dieses Gefühlschaos erinnern als ich diesen zweiten Strich
auf dem Teststreifen entdeckt habe. Noch völlig weggetreten von meinen
Emotionen rief ich reflexartig meine beste Freundin an:
„Was bedeutet das nochmal, wenn man 2 Striche sieht?“
„Das man sich freut?!“ war ihre vorsichtige Antwort und gleichzeitig die Gegenfrage.

 

 

Eine Schwangerschaft während einer weltweiten Pandemie

Nachdem wir die freudige Nachricht verarbeitet hatten, haben wir uns sehr schnell
auch auf unser Baby gefreut. Gleichzeitig kamen, nicht zuletzt auch wegen Corona,
einige Sorgen hinzu. Wie sicher bin ich, sind wir, was kann eine Virusinfektion anrichten?
Welche Untersuchungen wird mein Partner mitbekommen? Wird er bei der Geburt
überhaupt dabei sein dürfen? Zu den „normalen“ Fragen, die vermutlich jede
schwangere Frau hat, kamen eben diese hinzu. Und die erste Frage wurde
sofort beantwortet als ich meinen ersten Frauenarzttermin am Telefon ausmachte.
„Nein, Begleitpersonen dürfen die Praxis nicht betreten.“
Mehr hatte die Dame in der Leitung auch nicht dazu zu sagen
und verhandelbar war die Aussage auch nicht.
Als ich mir noch vor meinem Schwangerschaftstest das erste Mal ausgemalt hatte,
später mal Mama zu werden, sah ich mich auf einer Liege liegen, mein Partner
hält meine Hand, Tränen in den Augen und im Hintergrund ist der Herzschlag
meines Babys zu hören…Pustekuchen!
Nach diesem Anruf lag ich mutterseelenalleine auf dieser Liege.

 

Ich hatte dieses Geschenk in meinem Bauch und die erste Last dieser
Schwangerschaft schon auf meinen Schultern. Genauso schwer gestaltete sich dann
die Suche nach einer Hebamme, schließlich fand ich eine. Es gab nur diese eine
Möglichkeit. Sie hatte eine Versicherung bis Ende Mai abgeschlossen.
Mein erratener Termin (ET) war der 26.05.21! Auch diese Sorge trug ich spazieren.
Mehrere Hürden gab es jetzt also auf dem Weg unserer geplanten Hausgeburt zu nehmen:

 

 

 

 

Die Idee einer Hausgeburt entsteht

Ziemlich schnell nach dem ersten Frauenarztbesuch war uns eigentlich klar, dass wir unser Baby
zuhause begrüßen möchten. Zum einen bin auch ich zuhause geboren und zum anderen
musste ich leider schon die eine oder andere schlechte Erfahrung in Kliniken machen.
Eine der Erlebnisse endete sogar sehr traumatisch für mich.
Ich bin dankbar, dass mein Partner von Anfang an hinter mir stand und die Entscheidung
sofort mit mir trug und mich immer wieder bestärkte.
Wir bereiteten also alles vor:
– Hausgeburtshebamme √
– Geburtspool und Zubehör √
– sämtliche positive Geburtsberichte √

Wer selbst eine Hausgeburt geplant hat, weiß vielleicht, das es noch ein paar Hürden gibt,
die einer natürlichen Geburt in gewohnter Umgebung widersprechen könnten.
Als ehemalige Kinderkrankenschwester und heutige Achtsamkeitstrainerin
merkte ich die komplette Schwangerschaft über, wie in mir ein stetiger Kampf herrschte.
Der Kampf zwischen medizinischer Kontrolle, also der VorSORGE und
der freudigen Erwartung im ruhigen Vertrauen auf den Prozess.
Beim ß-Streptokokkentest z.B. verließ ich mich auf mein Bauchgefühl und lehnte ihn ab.
Nicht so beider Frage nach einem Gestationsdiabetes. Und dieses Thema sollte mich
die gesamte Zeit über begleiten. Mit positivem Test wollte meine Hebamme nicht, dass
ich daheim entbinde. Der kleine Glukosetoleranztest war positiv und der größere negativ.
Ich besorgte mir bei dieser Unsicherheit ein Blutzuckertestgerät und begann meinen BZ
selbst zu testen. Auch das war wohl keine gute Idee. Meine Werte waren grenzwertig
und trotzdem waren die Ärzte der Meinung, das alles ok ist und rieten mir vom weiteren
Testen ab. Neben den aufgeführten Sorgen während unserer Hausgeburtsplänen,
war die Tatsache, dass unsere Hebamme regelmäßig zu uns nach Hause kam.
Wir konnten somit wenigstens diese Untersuchungen gemeinsam als Elternpaar erleben.
Bis auf ein paar kleine Wehwehchen fühlte ich mich die gesamte Schwangerschaft über
körperlich pudelwohl (außer das das Baby irgendwann ziemlich schwer wurde).
Und auch der kleine Mann in meinem Bauch schien für immer Bauchbewohner
bleiben zu wollen. Der ET rückte näher…

 

 

 

 

 

 

 

(Die Fortsetzung folgt demnächst)

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Mona Susami

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